Die Antike.

Lange Zeit galt der römische Kaiser Nero als erster Mensch, der eine Brille benutzt hat. Seine Kurzsichtigkeit und der Satz eines bekannten antiken Autors (Plinius) - "Nero beobachtete die Gladiatorenkämpfe durch einen Smaragd" waren der Grund dieser Annahme.

Doch neuere Forschungen haben ergeben, dass es in der Antike keine Brillen gab. Es fehlten die optisch-technischen Kenntnisse. Es war zwar die vergrössernde Wirkung des Wassers bekannt und man zog aus dieser Beobachtung einen gewissen Nutzen, aber vergrössernde Lesehilfen waren unbekannt.

Was der römische Kaiser Nero aber hatte, war eine Art Sonnenschutzglas aus grünen, durchsichtigen Mineralen und Gläsern gegen das Blenden der Sonne in der Arena. Wenn man so will, gab es in der Antike also eine Art Vorform der Sonnenbrille.

Bild oben: „Nero beobachtete die Gladiatorenkämpfe durch einen Smaragd“